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Bachelorarbeit 

by Leo Brecht

Prüfer: Prof. Peter von Maydell & Prof. Beat Brogle

"Analyse und Produktion eines Musikvideos im Stil der koreanischen Popmusik "K-POP""

Pre-Produktion

Nach der genauen Ideenfindung habe ich mich um die Umsetzmöglichkeit meiner Ideen beschäftigt. Da ich nach eine Dreh im Speicher XI A Halle 1 mitbekommen habe, dass diese bald für Stundenten zur Verfügung stehen wird (Oktober 2022) habe ich mich daran gesetzt, mit den Verantwortlichen in Verbindung zu bleiben, um diesen dann so schnell wie möglich buchen zu können. Diese Halle wäre für die ganze Produktion ein sehr großes Upgrade, da man in dieser mehrere Unterschiedliche Sets aufbauen kann, um so einen noch produktiveren Arbeitsablauf zu gestalten.

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Als weitere Location hatte ich mir einen Strand überlegt bzw eine Art Sanddüne. Hierfür habe ich mich mit zwei Verantworlichen für die Naturschutzgebieten zusammengesetzt, welche die Dünen in Hamburg und Verden beaufsichtigen. Doch nach längerem Austausch sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es mehr Sinn macht, an einen Strand zu gehen, da ich mich bei den Dünen nur auf den Wegen bewegen dürfte. Eine Location war für mich aber sofort klar. Das Leuchtturmdenkmal in Dorum, welches ebenfalls schonmal Location für ein anderes Musikvideo war, welches ich mit produziert hatte. Der Leuchtturm und der Steg sind in meinen Augen die perfekte Location, um ein paar kleinere Performance Shots, aber auch Mood Shots vor allem mit Flaggen aufzunehmen. Hierfür bräuchten wir aber einen leeren Steg. Nach einer kurzen Google Maps Location suche habe ich dann aber nicht weit von meiner Wohnung in Bremen-Nord einen kleinen Strand gefunden mit einem Unterleuchtfeuer für die Fähre. Somit hatte ich grob meine Locations. Ich hatte ebenfalls Kontakt zu diversen Schiffen etc. um auf einem reellen Schiff drehen zu können, doch dies hat leider nie richtig geklappt.

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Als nächstes habe ich mich um meine Solo Sets gekümmert, die ich mir anhand von meinen Inspirationen vorgestellt habe. Hierfür hatte ich im Kopf für zwei Solo Shots einen "Captains Table” aufzubauen. Dieser sollte dann mit verschieden Requisiten ausgestattet werden, wie Kerzen, Münzen, Schatzkarten, Muscheln, Kleinere Kiste, Trinkbecher, Waffen, Modellschiffe, Zirkel, ein paar Schriftrollen, Dinge die ein Kapitänstisch ausmachen. Ein weiteres Set, welches nur durch eine kleine Modifikation zu zwei umgebaut wird, ist das Seil-Set. Bei dem originalen Wonderland Musikvideo wird der Idols Wooyoung mit Ketten, die aus allen Richtungen kommen angekettet. Da ich mich ja im maritimen Bereich befinde, habe ich mich statt Ketten für Taue entschieden. Das erste Set wäre also, dass der Charakter Wooyoung von Tauen, welcher von allen Seiten kommt, umschlungen wird. Das zweite Set ist im Gegensatz dazu ein bisschen spezieller. Wenn man sich die Liveshow Version anschaut, hat er einen Solo-Part, wo er von Backgroundtänzer, die Schwarz gekleidet sind, nach hinten gezogen, während er versucht, sich zu befreien. Diese Backgroundtänzer bilden in der Liveshow den Kraken wieder, der den Idol versucht, wegzuziehen. Da wir keinen Kraken darstellen konnten, habe ich es so gelöst, dass die Taue die Tentakeln des Krakens darstellen sollen, welche den Idol in seinem Bann festhält. Dieser wird dann aber vom Leader (Leiter der Gruppe) der Gruppe Hoongjong mit einem Säbelschlag befreit.

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Ein Problem, welches mich, was die Umsetzung angeht, recht lange begleitet hat, ist die Stelle, an dem der Kraken sein Erscheinen hat. Dies ist in der Hinsicht problematisch, da ich lange versucht habe, einen Kamerakran zu organisieren, um die Kamera auf min. 3 Meter Höhe zu bringen, um einen Shot zu haben, indem meine 8 Piraten/Tänzer von einer Krake angeschaut werden, welche sich gerade aufbaut und sich dann auf die 8 stürzt. 

Nach langem E-Mail Kontakt mit Firmen und Verleihen kam ich dann zu dem Entschluss, dass ich diesen Shot anders umsetzen muss, um die POV (Point of View) der Krake darzustellen. Mir ist dann aber aufgefallen, dass ich einen 360° Kamera besitze, mit der ich mit einem Teleskopstab diese Kamera auf 3 Meter bringen kann, um so den Shot zu bekommen. Das besondere an der 360° Kamera ist dann noch, dass ich den Shot im Nachhinein so zu Framen (die Position des Bildes bestimmen) kann, wie ich ihn am Ende haben möchte und auch sehr weitwinklig gehen kann, um noch mehr diese Augen Perspektiven darzustellen die ich als POV anstrebe.

Als nächster Punkt habe ich mich im November 2022 darum gekümmert, meinen Main Tänzer (Hauptdarsteller) zu finden. Hierfür habe ich auf Instagram, wo ich mit vielen regionalen K-Pop Cover Tänzern vernetzt bin, eine große Ausschreibung gestartet, bei der ich nach interessierten Tänzern gefragt habe. Das Interesse war unglaublich groß, vor allem nicht nur im Bremen/Niedersachsen/Hamburg Raum, in dem ich sonst tätig bin, sondern es ging über die Grenzen Deutschlands hinaus, bis nach Österreich.

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Aus den 60 bis 70 Bewerber suchte ich acht Tänzern, die sich örtlich am besten treffen können, um gemeinsam zu proben/ trainieren. Außerdem habe ich hier auch nach den Präferenzen der Member der K-POP Gruppe geschaut. Da jeder Tänzer nur einen der 8 K-POP Idols repräsentieren soll und jeder Idol seinen eigenen Stil hat, war es wichtig, dass es auch hier keine Überschneidungen der Interesse gab, sondern dass alle 8 Idols von den Tänzer vertreten sind. Dies hat sich aber erstmals als sehr schwer herausgestellt, da es viele Favoriten gibt, die sich sehr oft überschneidet haben. Meine Idee war es dann Cover Gruppen zu finden, die gleich alle 8 abdecken und auch im besten Fall diese Choreo schon können bzw gerade lernen. Hier gab es dann zwei interessierende Gruppen. Doch leider hat sich herausgestellt, dass die eine Gruppe leider eine originale Version des Liedes lernt und die andere hat trotz 20 Mitglieder keine 8 gefunden, die in dem geplanten Drehzeitraum Zeit haben. An diesem Punkt kommt meine Produktionsassistentin ins Spiel.

Eva Schnotalla, welche von einer K-POP Dance Cover Gruppe aus Hannover kommt, hat sich dafür bereit erklärt mich zu unterstützen, vor allem in dem Bereich des Tanzes und der Choreographie. Da ich mich im Bereich Tanz nicht so gut auskenne wie sie, war es mir sehr wichtig eine Person zu haben, die vor allem während des Drehs auf die tänzerischen Aspekte achtet, damit ich mich voll und ganz auf meine Arbeit als Kameramann und die Bildgestaltung konzentrieren kann. Sie half mir dann dabei, endgültig eine Entscheidung zu treffen, welche Tänzer wir aus welcher Stadt nehmen. Wir haben uns für fünf Tänzer aus Hamburg von zwei unterschiedlichen Tanzgruppen, zwei aus Hannover aus derselben Tanzgruppe wie Eva und einem aus Berlin entschieden. Ich hatte ebenfalls großes Glück, dass unsere Auswahl an Tänzern auch gleich zufrieden mit Ihrer Wahl der K-POP Idol waren, die sie vertreten wollen. Hier gab es bei unserer Auswahl an Tänzern keine Überschneidungen. 

Die nächste Schwierigkeit bestand dann darin die Backgroundtänzer auszuwählen. Da Liveshow Performance Backgroundtänzer vorkommen, wollte ich dies auch in meinem Video haben, da ich schnell gemerkt habe, dass bestimmte Szene mit  Backgroundtänzer noch besser oder gar erst richtig wirken. Daher mussten auch hier Tänzer aus der Umgebung kommen. Auch hierfür habe ich wieder eine Aufruf gestartet und nach ein Paar Tagen und etwa 35 Bewerbungen habe ich dann wieder mit Eva eine Entscheidung getroffen, mit Hilfe von örtlichen und tänzerischen Faktoren. Wir haben uns für 12 Backgroundtänzer aus dem Umland um Bremen und Hamburg entschieden. Die Schwierigkeit hierbei bestand aber diese zu koordinieren, da wir keine Möglichkeit hatten alle 12 an einem Tag zusammen trainieren zu lassen mussten Eva und ich Formationen der Szenen in denen wir die Backgroundtänzer haben wollen erstellen um so den Tänzern zu visualisieren, welche Teile der Choreografie die Backgroundtänzer lernen müssen, da auch hier nicht jeder Backgroundtänzer das selbe macht. Somit mussten sie mit den Plänen und dem Video, die wir für sie erstellt haben, alleine zuhause die Choreo trainieren.

Das Produktionsteam war für mich der nächste Step. Hierbei habe ich nur einen Aufruf auf Social Media gemacht um sogenannte Set-Runner zu finden, welche und beim Produktionstag unterstützen. Das Team bestehend aus Oberbeleuchter, Kameraassistent, Make Up, Behind The Scene habe ich mit Leuten besetzt, mit denen ich schon öfter gearbeitet habe. Vor allem mein Oberbeleuchter Joram Hartmann und mein 1. Kameraassistent Chris Wittemann, welcher unter anderem für meine Schärfe zuständig ist, stand für mich sofort fest, da ich mich vor allem auf diese beiden Rollen so gut wie blind vertrauen muss und da ich schon öfter mit denen gearbeitet habe weiß ich, wie sie arbeiten und anders rum. Die Rolle der Set-Aufnahmeleitung (Set-AL) hab ich an Melina Griesel vergeben, die ich bisher nur vom telefon kannte und somit keine Erfahrungsberichte hatte, doch da sie mir von meinem Behind The Scene Videograf Lukas Brennecke empfohlen wurde, war diese wichtige Rolle auch sofort belegt. Die Rolle der Set-Aufnahmeleitung ist daher so wichtig, da an studentische Produktionen, wie meiner, die Idee oft entweder vom Regisseur oder Kameramann entwickelt wurde, um am Set alles andere zu regeln, damit diese Person sich auf die Umsetzung seines Werkes konzentrieren kann. Als weiteres wichtiges Team Mitglied war mir eine Professionelle Make Up Artistin, die sich auch in der Szene auskennt und weiß worauf in der K-POP Szene zu achten ist. Auch hierbei konnte ich auf eine Person zurückgreife, welche eine Ausbildung zur Makeup Artistin gemacht hat und auch selber K-POP Cover Tänzerin ist. Mit Nathalie und Kea hatte ich das perfekte Duo für diese Aufgabe. Neben den weiteren Beleuchtern die unter Aufsicht von Joram stehen und den Set-Runnern, welche meine Set-Al mit Aufgaben versorgt, hatte ich auch Leon Sippel als Set/BTS Fotograf am gange, welcher für die Dokumentation und die Promotionsphase Bilder schießen sollte. Lukas Brennecke und Amrei Töppich als Behind the Scene Videographen, welche den ganzen Produktionsprozess an unseren Drehtagen festgehalten haben. Lukas Brennecke hatte mich auch schon beim Aufbau etc. mitbegleitet, um eine genauere Dokumentation der Vorbereitungen der Produktion zu ermöglichen. 

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